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- Der Puls beim Todesschuss

Am 31. Oktober 1938 wurde John Deering erschossen. Ganz offiziell, als verurteilter Verbrecher. Dennoch stellte er sich für einen Versuch zur Verfügung, den der Gefängnisarzt Stephen Besley angeregt hatte:


Deering liess sich an einen Pulsmesser anschliessen. Besley wollte herausfinden, ob die bevorstehende Erschiessung Auswirkungen auf die Herzschlagfrequenz hat. Nun, der Doktor sollte bald eine Antwort auf diese völlig offene Frage erhalten:


Beim Überstülpen der Haube beschleunigte sich Deerings Puls auf 120. Als der Sheriff das Kommando zum Schiessen erteilte, schnellte er auf 180. Eine Kugel traf sein Herz; das verkrampfte sich für Sekunden, hörte nach 15 Sekunden ganz auf zu schlagen. Besley zog daraus den messerschafen Schluss, dass Deering – ungeachtet seines coolen Auftretens vor dem Erschiessungskommando – Todesängste ausstand.

erstellt vor 49 Monaten | letzes Update vor 49 Monaten

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