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- Der ultimative Selbstversuch
Wie weit gehen Forscher, um eine Hypothese zu beweisen? Der Arzt Stubbins Ffirth ging weiter als die meisten: Er lebte im frühen 19. Jahrhundert in Philadelphia und beobachtete, wie das Gelbfieber im Sommer wütete, im Winter aber verschwand. Er schloss daraus, Gelbfieber sei keine ansteckende Krankheit, sondern werde durch Hitze ausgelöst. Ffirth steigerte sich dermassen in seine Idee hinein, dass er alles – wirklich alles – tat zu beweisen, dass man sich mit Gelbfieber nicht anstecken kann:
Zuerst ritzte er sich die Haut auf und verrieb Erbrochenes von Erkrankten darauf. Dann tröpfelte er sich die Kotze in die Augen. Schliesslich trank er ein ganzes Glas davon. Nicht genug, er schmierte sich dazu mit den Exkrementen und Blut von Erkrankten ein.
Seltsamerweise blieb er gesund, obwohl Gelbfieber selbstredend tatsächlich ansteckend ist. Aber der Erreger muss direkt in den Blutkreislauf gelangen, normalerweise durch den Stich einer Mücke.
erstellt vor 49 Monaten | letzes Update vor 49 Monaten
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