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- Hündchen foltern

Das Milgram-Experiment zählt zu den bekanntesten Versuchen der Sozialwissenschaft. Die Ergebnisse wirkten so verstörend, dass fieberhaft nach Mängeln in der Versuchsanordnung gesucht wurde. Manche glaubten, einen gefunden zu haben: Das vermeintliche Opfer täuschte seine Schmerzensschreie ja nur vor, und die Probanden hätten das womöglich realisiert.

Also Ring frei zum richtigen Foltern. Mit Menschen geht das offiziell schlecht; so wählten Sheridan und King ein Hündchen. Dem mussten Probanden per Knopfdruck einen Stromstoss versetzen, wenn es eine Aufgabe nicht richtig löste. Je öfter es versagte, desto kräftiger fiel der aus.

Auf die Stösse reagierte das Tier zuerst mit Bellen, dann mit Hüpfen, schliesslich mit Schmerzensgeheul. Die Probanden waren verzweifelt, versuchten dem Hund zu zeigen, wie er die Aufgabe lösen konnten – aber 20 von 26 Versuchspersonen führten das Experiment zu Ende. Alle sechs, die abbrachen, waren Männer. Die dreizehn Frauen folterten bis zum höchsten vorgesehenen Stromstoss

erstellt vor 49 Monaten | letzes Update vor 49 Monaten

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