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Prometheus
“Prometheus” wurde zwischen 1772 und 1774 verfasst (wie auch die anderen Hymnen Mahomets Gesang, Ganymed, An Schwager Kronos).
Also entstand dieses Werk in der Epoche Goethes als Stürmer und Dränger. F.H. Jacobi druckte die Hymne erstmals in seiner Schrift „Über die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Moses Mendelssohn“ unautorisiert und anonym ab.
Goethe nahm sie erst 1789 in seine neu edierten Schriften auf und ließ sie zusammen mit der Ganymed-Ode erscheinen. Die Form der Hymne ist die lyrische Ausdrucksform, die dem Sturm und Drang am ehesten gerecht wird, denn in ihr treten mythische Figuren auf, die als Repräsentanten der Künstler des Sturm und Drangs betrachtet werden können und die somit das Dilemma von Kunst und Leben verkörpern.
Ein Hauptanliegen des Sturm und Drangs ist das Überwinden von überkommenen Autoritäten, und damit kann “Prometheus” als programmatisch für diese Epoche gesehen werden.
Form:
Das Gedicht ist reimlos in freien Rhythmen geschrieben, die sich bei Goethe insbesondere in seiner Lyrik der Sturm-und-Drang-Zeit finden. Die Form unterstreicht die Aussage des Gedichts.
Die vielen Unregelmäßigkeiten in der Form spiegeln die für den Sturm und Drang typische Gefühlsbetontheit und Kühnheit des Helden wider. In der 1. Strophe wird mehrmals der Imperativ benutzt, sowie eine Heraushebung der Possessivpronomen ‘dein’ und ‘mein’. Strophen 4, 5 und 6 werden als Frage geschrieben. Jeder Vers beginnt mit einem Großbuchstaben.
erstellt vor 48 Monaten | letzes Update vor 47 Monaten
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