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Anthrax

Der Milzbrand (Anthrax) ist eine bakterielle Infektionserkrankung, an der in erster Linie Huftiere erkranken. Durch engen Kontakt mit erkrankten Tieren oder durch Umgang mit infizierten Tierprodukten können die Erreger aber auf den Menschen übertragen werden.


Je nach Eintrittspforte kann ein Haut-, Lungen- oder Darmmilzbrand entstehen. Während sich beim Hautmilzbrand eitergefüllte Bläschen, so genannte Milzbrandkarbunkel, bilden, äußert sich der Lungenmilzbrand durch Symptome, die denen einer Lungenentzündung ähneln. Beim Darmmilzbrand kommt es zu blutigem Erbrechen sowie blutigen Durchfällen. Treten die Erreger ins Blut über, kann die oft tödlich verlaufende Milzbrandsepsis entstehen.


Die Diagnose des Milzbrands kann aufgrund des klinischen Bilds, aus der Krankengeschichte und durch einen Erregernachweis gestellt werden. Im Rahmen der medikamentösen Behandlung werden Antibiotika gegeben. Um einer Erkrankung vorzubeugen, sollte der Kontakt mit erkrankten Tieren und ihren Produkten zu vermieden werden.

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Anthrax: Symptome


Bei einer Erkrankung an Milzbrand (Anthrax) sind die Symptome abhängig vom jeweiligen Infektionsort.

Hautmilzbrand


Der Hautmilzbrand ist die häufigste Milzbranderkrankung beim Menschen. Kurz nach der Infektion über kleine Hautverletzungen entsteht ein rotes Knötchen mit einem schwarzen Zentrum. Daraus entwickelt sich schnell ein eitergefülltes Bläschen. Breitet die Erkrankung sich weiter aus, treten neue Bläschen auf und verschmelzen schließlich miteinander zum Milzbrandkarbunkel (Pustula maligna). Wenn ein solches Karbunkel Anschluss an ein Blutgefäß bekommt, kann dies zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen.

Lungenmilzbrand


Der Lungenmilzbrand verläuft wie eine schwere Lungenentzündung mit starkem blutigem Auswurf, der hochgradig ansteckend ist. Die Erkrankten haben hohes Fieber, häufig Schüttelfrost, Husten und Atemnot. Der Lungenmilzbrand endet unbehandelt meist tödlich.

Darmmilzbrand


Im Vordergrund einer Darmmilzbrand-Erkrankung stehen blutiges Erbrechen und ein blutiger Stuhl aufgrund einer schweren blutenden (hämorrhagischen) Darmentzündung. Auch diese Form der Erkrankung endet meist tödlich.

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Anthrax: Therapie


Beim Milzbrand (Anthrax) erfolgt die Therapie medikamentös mit Antibiotika und muss so früh wie möglich begonnen werden – im Zweifelsfall auch vorbeugend. Bei Hautmilzbrand wird hauptsächlich auf Penicillin, bei Lungen- und Darmmilzbrand auf die Wirkstoffe Ciprofloxacin oder Doxycyclin zurückgegriffen. Darüber hinaus werden die individuellen Beschwerden behandelt, beispielsweise durch Schmerzmittel oder Ruhigstellung betroffener Körperteile.


Chirurgische Eingriffe bei Hautmilzbrand sind strikt verboten, da ansonsten eine Blutvergiftung entstehen könnte. Während der Therapie ist es zwingend erforderlich, die erkrankte Person zu isolieren. Im Krankenhaus besteht für das Personal zudem die Pflicht, Handschuhe zu tragen.

erstellt vor 52 Monaten | letzes Update vor 32 Monaten

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